Pokalfinale gerät zur Kriegserklärung gegen den DFB

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Fans aus Dortmund zünden Pyrotechnik auf der Tribüne hinter einem Transparent "KRIEG DEM DFB!"Fans aus Dortmund zünden Pyrotechnik auf der Tribüne hinter einem Transparent “KRIEG DEM DFB!”

Kati Witt vor dem Spiel, Helene Fischer in der Halbzeitpause: Das war vielen Fans zu viel Show. Für den DFB wird das Pokalfinale zum PR-Gau. Und für die Klubs ob der vielen Plakate und Pyros teuer.

Das Warten auf die Mannschaft geriet zur Peinlichkeit. Zumindest für den Ausrichter des 74. DFB-Pokalfinales, den Deutschen Fußball-Bund. Minutenlang lieferten sich beide Fangruppierungen im Berliner Olympiastadion einen minutenlangen Sängerwettstreit. „Scheiß DFB“, sangen die Anhänger von Eintracht Frankfurt – „scheiß DFB“ antworteten die Fans von Borussia Dortmund.

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Es scheint sich einiges an Ärger bei den organisierten Anhängern aufgestaut zu haben. Worüber genau, kann nur gemutmaßt werden. Aber wahrscheinlich dreht sich auch darum, dass das Endspiel zwischen den Traditionsvereinen nach dem Geschmack der traditionsbewussten Anhänger beider Lager zu sehr mit Showelementen überfrachtet worden ist: Sei es die als Event inszenierte Präsentation des DFB-Pokals durch Katarina Witt vor dem Spiel oder aber der Auftritt von Schlager-Star Helene Fischer in der Halbzeitpause – die Fans protestierten jeweils mit einem lauten Pfeifkonzert.

Mehrfach Bengalos gezündet

Hüllten das Stadion in gelben Rauch: Die BVB-Fans
Hüllten das Stadion in gelben Rauch: Die BVB-Fans

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war in der Westkurve, dem Refugium der Dortmunder, dann ein Banner mit der Aufschrift „Krieg dem DFB“ zu erkennen. Das gleiche Motto hatten zuletzt Ultras von Dynamo Dresden benutzt, als sie mit einem martialischen Aufmarsch in militär-ähnlicher Kleidung für Aufsehen gesorgt hatten.

Auffällig war auch, dass sowohl von den Dortmunder als auch von den Frankfurter Anhängern am Samstag mehrfach Bengalos gezündet. Und zwar so massiv, dass die Sicht aufs Feld minutenlang vernebelt war. Die Aufforderungen, dies zu unterlassen, verpufften wirkungslos.

Die Entfremdung zwischen DFB und einer nicht unerheblichen Zahl von Fans scheint mittlerweile sehr groß zu sein. Die Kritik an den Show-Elementen rund um das Finale mag dabei sogar seine Berechtugigung haben – der Stil der Proteste ließ am Samstag ließ am Samstag jedoch teilweise sehr zu wünschen übrig. Und könnte für die Klubs noch teuer werden. Der DFB dürfte ermitteln und urteilen.




 

 

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